“Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in den Tank!” legte sich Verkehrsministerin Doris Bures (SP) erst kürzlich fest und steht damit in diametralem Gegensatz zu Umwelt- und Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (VP), der “Biosprit” als umweltfreundliche Lösung propagiert.
Tatsache Nr. 1 ist, dass “Biosprit” gebraucht wird, wenn wir nicht endlich einen besseren Ersatz für das immer unsicherer, knapper und teurer werdende Erdöl finden und auch nicht bereit sind den “Spritkonsum” unserer Autos einzuschränken.
Tatsache Nr. 2 ist, dass “Biosprit” bereits riesige Flächen an Regenwald verschlungen hat und in Konkurrenz zu den Lebensmittel-Ackerflächen tritt. “Biosprit” heizt so nicht nur den “Klimaofen” an, sondern auch die weltweiten Lebensmittelpreise und damit den Hunger in der dritten und vierten Welt.
Tatsache Nr. 2 ist, dass die Pflanzen, aus denen “Biosprit” gemacht wird, ausschließlich in riesigen Monokulturen unter massivem Einsatz von gefährlicher Gentechnik, Erdöl verschlingenden Düngemitteln und giftigen Spritzmitteln angebaut wird.
Alles in allem eine Katastrophe für die Menschen, Tiere und Pflanzen in der dritten und vierten Welt und das Weltklima, und damit ganz bestimmt keine nachhaltige Lösung. “Biosprit” ist nicht bio!
Kary Nowak, Wien
BIONIERE Österreichs